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Neues von RME

April 8, 2009 Home, Interviews Kein Kommentar

Am Stand von RME konnten wir mit Herrn Wenger ausführlich über die MADI- Produkt-Linie reden und natürlich über das neue Fireface UC und die Philosophie dahinter. Des Weiteren nutzten wir die Chance und sprachen mit Herrn Wenger noch über das DMC, das sich im Front-Bereich des Standes aufgebaut fand und erfuhren noch weitere Details über den Grund, warum RME auf MADI und auf digitale Mikrofonvorverstärker setzt.

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Mit welchen Features und welcher Ausstattung präsentiert sich das Fireface UC?
Fireface UC ist ein Fireface 400 mit USB Anschluss. Die Ausstattung und Features sind dabei identisch zu dem Fireface 400, allerdings nun ausgerüstet mit einem USB Anschluss, womit auch der Support für MacBooks, die keine Firewire-Schnittstelle haben, gegeben ist. Generell ist dies auch die Antwort auf den Rückzug der Firewire-Schnittstelle bei vielen Herstellern, im Zuge dessen auch Firewire inkompatible Chip-Sätze auf den Markt gekommen sind. Hinzu kommt, dass wir es geschafft haben bei USB eine besonders hohe Performance zu erreichen, die in etwa vergleichbar ist mit der Performance bei PCI-Express. Damit erreichen wir geringste Latenzen, z.B. 32 Samples auf Windows und Mac-Systemen, was für ein externes Interface von enormen Vorteil ist.

Hat der USB Anschluss nicht auch seine Schwächen?
Sicher. Der Nachteil von USB liegt zum einen darin, dass von der CPU noch einen gewißen Prozentsatz an Last benötigt wird, um die gesamte Transfer-Leistung abzuwickeln, und zum anderen die fehlende Spannungsversorgung der externen Geräte, weil USB eine viel zu geringe Spannung liefert, womit natürlich kein Mikrofon-Preamp betrieben werden kann.

Und ein Netzteil benötigt wird?
Ja, es wird damit ein Netzteil benötigt. Allerdings erreicht, um noch einmal den Vorteil anzusprechen, das Fireface UC eine geringere Latenz also eine höhere Performance als Firewire. Stellt das zunächst keine riesigen Schritt dar, weil Firewire an sich auch schon sehr gut ist, spielt es dennoch für gewiße Anwendungen und Anwender eine wichtige Rolle. Und der entscheidende Vorteil ist eben, wie schon gesagt, dass Firewire eher auf dem Rückzug ist, vor allem eben auch in MacBooks, dort ist es im Prinzip abgeschafft, nur noch im MacBook Pro dabei. Womit jetzt also dadurch auch die MacBook User eine Alternative haben und in Zukunft auf USB setzen können.

Wobei beim MacBook Pro ja auch ein Firewire 800 und nicht Firwire 400 Anschluss vorhanden ist…
Genau darauf ist der USB Anschluss eine Antwort, denn obwohl es an sich kein Problem darstellt, ein Firewire 400 ranzuhängen, weil es ein spezielles Adapterkabel dafür gibt, verkompliziert dies den Aufbau unnötig.

Was für Ein-und Ausgänge finden sich beim Fireface UC?
Wie gesagt ist dies identisch zum Fireface 400, was wir im Prinzip bis jetzt auch so anbieten, das hat also insgesamt 36 Kanäle, 8 analoge I/Os plus einmal ADAT, also zusätzlich 8 Kanäle ADAT I/Os, und einen SPDIF I/O. Dazu kommt natürlich noch einen interner Mixer, integriert in der Hardware, also im Prinzip ein Digitalmischpult, ein Kopfhörerausgang und zwei Mikrofon-Preamps, die man auch digital steuern kann, was für viele Anwender ein Vorteil ist, weil man es komplett über die Software am Rechner machen kann. Damit also absolut identisch zum Fireface 400, wird auch genau denselben Preis am Ende kosten.

Wann kommt das Gerät auf den Markt?
Das Gerät ist im Prinzip in den nächsten zwei Monaten auf dem Markt verfügbar, also wird es wahrscheinlich im Mai, Juni im Handel erhältlich sein.

Das DMC hier ist allerdings keine Produktneuheit…
Nein, das stimmt. Das DMC bieten wir schon seit einem Jahr an und ist ein digitaler Mikrofon-Vorverstärker. Das Problem dabei ist allerdings, dass dafür die digitalen Mikrofone fehlen. Frage ist natürlich immer, was früher da ist: der Verstärker oder die Mikrofone? Aber die Hersteller kommen jetzt langsam, dass das mittlerweile auch Fahrt aufgenommen hat. Der entscheidende Vorteil bei digitalen Mikrofonen ist natürlich, dass man die komplett fernsteuern kann. Man hat durch den digitalen Übertragungsweg eine Menge Vorteile. Und deswegen denken wir, dass wird in Zukunft auch weiterhin zunehmen.

Womit beim digitalen Mikrofon die gesamte Steuerung extern vorgenommen werden kann?
Man kann viele Parameter am Mikrofon direkt fernsteuern, über die Wandlereinheit. Ein digitales Mikrofon unterscheidet sich im Prinzip nicht von jedem anderen digitalen, externen Gerät, die man über eine digitale Verbindung fernsteuern kann. Man kann dabei z.B. die Richtcharakteristik fernsteuern, oder den Limiter. Manche Mikrofone haben ja eine gesamte Effektsektion eingebaut. In diesem Sinne ist das DMC nicht nur ein Verstärker, sondern eine Controller-Einheit für das digitale Mikrofon.

Neu dagegen sind die Wandler…
Genau, das ist einmal ein 32 Kanalwandler AD und ein 32 Kanalwandler DA. Das bedeutet 32 Kanäle absolute High-End Qualität auf MADI oder ADAT, womit also praktisch mit 32 analogen Quellen reingegangen werden kann. Die können ins digitale Format gewandelt werden, wahlweise MADI oder ADAT und dasselbe gibt’s dann auch noch als Einheit mit 32 Ausgängen, das sich dann M-32 DA nennt. Damit kann man dann mit 32 Kanälen rausgehen aus dem Rechner, und zwar mit bis zu 192 kHz absolute High-End Qualität.

Weitere Features onboard?
Der AD-Wandler hat noch integrierte Limiter in jedem Kanal und alles was man sonst noch so braucht, wenn man mit MADI arbeitet, also Clock, etc. Zusätzlich kann man ihn natürlich fernsteuern über die MADI-Leitung. Der Vorteil bei MADI ist, dass man über lange Distanzen gehen kann, was man mit anderen Schnittstellen nicht kann. Steht z.B. der Wandler auf der Bühne, kann man ein Kabel über 100, 200 Meter legen und das komplett über den Laptop steuern und gleichzeitig aufzeichnen. Das ist ja der eigentliche Vorteil von MADI, dass da 64 Kanäle in einem dünnen optischen Kabel über beliebige Distanzen bis zu 2 km transportiert werden können. Und wir haben es auch noch geschafft über das MADI-Signal die Fernsteuerung von diesem Gerät zu machen, die laufen also mit dem MADI-Datenstrom mit. Des Weiteren kann man die Geräte kaskadieren, womit dann an einem MADI-Kabel bis zu 64 Kanäle hängen in wahlweise beliebiger Zusammenstellung, also z.B. 2 x 32 AD-Wandler und auf der Ausgangsseite dann noch 2 x 32 DA-Wandler. Für eine größere Bühneninstallation und Konzerthäuser ist das Ideal.

Das Ganze gibt’s dann auch noch eine Spur kleiner?
Ja, nämlich in einer 16 Kanal Version, die heißen dann M-16 AD und M-16 DA.

Ab wann sind dies Geräte dann auf dem Markt?
Diese kommen dann auch dieses Jahr, vermutlich Juni, auf den Markt. Preislich werden die M-32 DA & M-32 AD jeweils bei etwa 4.000 € liegen, was bei 32 Kanäle in der Qualität ein guter Preis ist. Bei den 16 Kanal – Varianten steht aktuell noch kein Preis fest, wird aber in den nächsten Wochen dann bekannt gegeben werden. Wie bei RME gewohnt, kommen die Geräte in absoluter High-End Qualität mit einem komplett linearen Frequenzgang daher, womit garantiert ist, dass da nichts hinzugefügt wird, sondern das Signal übernommen wird, wie es wirklich gespielt wurde. Wir haben ja viele Anwender, die klasssische Konzerte aufnehmen und die benötigen eben die Sicherheit, dass es so gewandelt wird, wie es rein kommt. Es wird nichts hinzugefügt und nichts verzerrt, womit es keinen Hifi-Klang durch hinzugefügte Höhen oder Tiefen gibt. So wie es ist, wird es aufgezeichnet, in bestmöglichster Qualität.

Dann danke für das Interview.
Bitteschön

Und zu den Bildern dazu geht es hier lang…

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