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Synthesizer goes reactable

April 16, 2009 Home, Interviews 1 Kommentar

Über den reactable sprachen wir mit Martin Kaltenbrunner, einem der vier Entwickler.

Interview mit Martin Kaltenbrunner

Martin Kaltenbrunner

Der reactable

Der Reactable in Aktion

Wie kann man den reactable technisch beschreiben?
Im Prinzip ist der reactable einfach ein modularer Synthesizer, also musikalisch würd ich sagen, das ist gar nichts neues, denn den gibt’s ja so schon seit 30, 40 Jahren. Aber wenn man den reactable dann sieht, versteht man eben sofort, dass man da etwas ganz anderes vor sich hat, eben durch das  besondere Interface und die intuitive Art ihn zu spielen. Und genau das war unsere Motivation – wir wollten eigentlich ein Instrument bauen, das jetzt nicht so wie ein modularer Synthesizer über Regler, Knöpfe und Fader zu bedienen ist, oder auch nicht wie die Laptop-Instrumente mit komplizierten Programmen, die man mit komplizierten Tutorials erlernen muss, sondern ein  Instrument, das einfach sehr intuitiv ist. Hinzu kommt jedoch: Obwohl es auf der einen Seite total intuitiv ist, denn man kann auch einfach von vorneherein hingehen und von Null weg einfach mal drauf spielen, ist es ein Instrument, kein Spielzeug. Es ist dafür gedacht, dass es onstage gespielt wird, von professionellen Musikern – es gibt zum Beispiel ein Video, wo Björk den reactable auf der Bühne verwendet. Man kann also sofort damit los spielen, aber auch sehr tief eindringen und virtuos damit werden. Das sage ich auch aus eigener Erfahrung, weil selbst wir Entwickler daran noch neue Seiten entdecken.

Das Konzept dahinter ist ein modularer, analoger Synthesizer
Genau das Konzept ist das eines normalen analogen Synthesizers, aber natürlich schon mit neueren Konzepten wie FM Synthese, digitalen Samples, etc. sodass es ein Mix aus verschiedenen Ideen darstellt.

In welchem Stadium befindet sich der Reactable, ist er serienreif?
Was wir heute hier vorstellen, ist eine erste Version. Wir haben ihn ja an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona entwickelt. Wir, das sind vier Forscher, die dort an der Music Technology Group auch unterrichten. Das sind ausser mir der Günter Geiger, sowie Sergi Jordà und Marcos Alonso. Das hier ist unser erstes Produkt, das aber eher für institutionelle Kunden, wie etwa Museen, gedacht ist, die das auf Auftrag bestellen können. Wir hoffen jedoch, dass wir bis Ende des Jahres soweit sind, den reactable auch industriell anzufertigen und dass er dann auch preislich billiger wird.

In welcher Preiskategorie wird sich das in etwa einfinden?
Das ist gerade sehr schwer abzuschätzen. Dadurch, dass die industrielle Fertigung noch nicht angelaufen ist. Wir versuchen jedoch natürlich alles, dass es sich als eine reale Alternative zu einem konventionellen Synthesizer anbieten kann.

Vielen Dank für das Interview
Ebenso Danke

Um Euch noch einmal etwas detaillierter über den Synthesizer mit dem innovativen Interface zu berichten, haben wir die Angaben von reactable selbst zusammengeschrieben:

Das Musikinstrument reactable
Der reactable ist ein innovatives elektronisches Musikinstrument mit einer berührungssensitiven Oberfläche (Tangible User Interface), einem Multitouch-Interface. Er kann von mehreren zeitgleich aktiven Künstlern durch das Bewegen und Rotieren von Objekten auf der transparenten, runden Tischoberfläche gesteuert werden.

Durch das Bewegen und vor allem zueinander in Beziehung setzen der Objekte auf dem Tisch, welche die Komponenten eines klassisch modularen Synthesizers darstellen, können komplexe und dynamische klangliche Felder erstellt werden. Durch diese Art des Einsatz der Controller wie Sounderzeuger, Filter und Modulatoren wird der klassische Synthesizer beim reactable zu einem sensitiv und intuitiv steuerbaren Musikinstrument, das völlig ohne Bedienungsanleitung auskommt.

Auszeichnungen
Das reactable wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wie etwa durch den Prix Ars Electronica, Golden Nica “Digital Musics”, 2008. Die bekannteste Referenz erfuhr das Gerät durch Björk, die es auf ihrer Welt-Tour der Platte „Volta“ benutzte.

Der technische Background
Die technische Seite des Geräts basiert auf der transparenten multi-touch Oberfläche, unter der eine Kamera permanent die Oberfläche analysiert, indem es die Fingerspitzen der Künstler und die Position, Ausrichtung sowie die Art des Gegenstandes auf der Oberfläche registriert. Im Gegenzug wirft ein Projektor dynamische Animationen auf die transparente Oberfläche, als visuelles Feedback der zur Zeit aktiven Parameter des Synthesizers.

Des Weiteren noch die Story zum Gerät…
Der Produzent von Björk organisierte, nachdem er ein Youtube-Video von dem reactable gesehen hatte, ein Treffen zwischen dem Entwicklerteam und der Künstlerin. Sie trafen sich in einer Hotel-Lobby in Paris und Björk wollte das Gerät auch gleich mitnehmen. Die Forscher musste jedoch leider darauf hinweisen, dass es allein ein Prototyp sei, und mussten versichern, dass ein Gerät nachgeschickt würde.

Nachdem dies geschehen war, sahen die Forscher dann als Nächstes bei einem Konzert von Björk in New Mexico, wie der Produzent Damien Taylor den reactable als Musikinstrument für das Song-set von Björk auf der Bühne gezielt einsetzte. Das Faszinierende für die Forscher selbst war dabei die Erfahrung, dass das bisher von Ihnen vor allem als experimentell eingestufte Instrument sich auch in die strikten Schemen eines Popsongs einfügen kann. Damien schaffte es dann sogar auch ein Solo auf dem reactable zu performen, mit Übergängen und Melodien und was alles sonst noch so dazu gehört.

Zu den Bildern vom Interview hier…

Hier des Weiteren zwei gute Videos zum reactable:

Aktuell besteht bzw. bestehen "1 Kommentar" zu diesem Artikel:

  1. David Otto says:

    Wo kann man denn so etwas kaufen?

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