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Lemur & Dexter – “controll your Music multitouch”

May 28, 2009 Home, Interviews Kein Kommentar

Aufmerksam begegneten wir einem weiteren innovativ angelegten Controller – am Stand von Jazzmutant. Gareth Williams wies uns in die Details und den Hintergrund der Controller-Twins Lemur & Dexter ein.

jazzmutant_interview2

jazzmutant Interview

Könnten wir zunächst etwas über den innovativen Ansatz oder das innovative Element beim Lemur erfahren, denn das ist wohl das Erste, das einem an dem Controller auffällt?
Heruntergebrochen ist der Lemur einfach eine multitouch Kontroll-Oberfläche. Allerdings kann er dazu eingesetzt werden, jegliche Musik-Software zu steuern. Und ebenso wunderbar am Lemur ist, das man damit sein eigenes Interface bauen und anlegen kann. Man arbeitet also nicht mit einem Interface, das jemand anderes für einen designed hat, sondern man kann sein je eigenes Interface für die jeweilige Musik-Software bauen, für Ableton live, für Reaktor, Cubase oder Logic, etc.

Das beinhaltet, wirklich jegliche Controller-Art anzulegen, Transport-Controll, Mixer, etc.?
Ja, alles, was mit einem normalen Controller eben so möglich ist. Und hinzu kommt, dass es eben die traditionelle Gebundenheit an eine bestimmte Anzahl von Controller, die eben Hardware-basiert sind, hinter sich lässt. In meinen Live-Performances habe ich die klassische Anzahl an Controllern schnell aufgebraucht, weil ich dazu neige, sehr viele Effekte und Funktionen steuern zu wollen. Der Lemur nun, auf der anderen Seite, weil er eben Software-basiert ist und über ein Touchscreen kommuniziert und arbeitet, bietet die unbegrenzte Möglichkeit, wenn die Controll-Möglichkeiten zu Neige gehen, einfach einen neuen Screen hinzuzufügen.  Einfach einen Button drücken und zum nexten Interface gehen. Der Lemur ist also wie viele Controller in einer Box. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mit dem Lemur etliches zu steuern, was mit einem klassischen Controller nicht geht. Zum Beispiel gibt es einen Stepsequenzer auf dem Gerät, auf dem ich nun Beats programmieren kann. Ebenso gibt es visuelle Objekt, die physikalische Eigenschaften haben und durch gesteuerte Bewegung in einer Art organischer Modulation Sound erzeugen, sodass man wirklich interessante bis verrückte Klänge auch aus Sounds erzeugen kann, die normal langweilig klingen würden.

Und ist universell kompatibel?
Für jegliche MIDI- oder OSC- fähige Software oder Gerät.

Nice, und was ist die Geschichte hinter dem Gerät – gerade was die Idee und Entwicklung dahinter betrifft?
Die Entwickler sind alle Musiker, die ein Touchscreen-gerät, ein Touchscreen-Controller bauen wollten, um Musik-Applikationen zu steuern. Also dachten sie, okay, wir kaufen einfach ein Multitouch-Touchscreen und basteln uns einen coolen Controller. Aber sie mussten dann feststellen, dass Multitouch noch nicht erhältlich war. Also kauften sie verschiedene Single-touch Screens, steckten die Köpfe zusammen und entwickelten einen Multitouch-Touchscreen. Und auch wenn das mittlerweile nicht mehr so die große Sache ist – das war der erste wirkliche Multitouch-Touchscreen zu dieser Zeit.

Das war…
Der Prototype, der für den Lemur entwickelt wurde, wurde im Oktober 2003 fertig gestellt.

Und der Lemur ist ein Einzelprodukt?
Jazzmutant vertreibt zwei Controller. Zum einen den Lemur, der ein User-konfigurierbares Interface, bei dem eben alles frei konfigurierbar ist, und zum anderen Dexter, das mehr ein Plug-and-Play-System ist. Dexter ist eigentlich ein DAW-Controller für Logic, Cubase, Nuendo und Sonar, das realtime und automatisch alle Spuren, deren Status, Inserts, Bus Sends, Surround Panning, etc. übernimmt und steuerbar macht. Also sind beide Geräte der jeweiligen Zielgruppe und der jeweiligen Anwendung angepasst – einmal der Plug-and-Play-DAW-Controller-Partei und der Lemur für Leute, die lieber ihr eigenes Interface anlegen wollen, gerade auch für Live-Performances.

Okay, also haben beide die Gemeinsamkeit, mit einem Multitouch-Screen ausgestattet zu sein. Sounderzeugende Möglichkeiten sind bei beiden nicht anzutreffen…
Nein, das sind wirklich allein Controller. Es wird eben auf die Philosophie aufgebaut, das mehr als genug überzeugende Audio-Applikationen auf dem Markt vertreten sind. Was wir machen wollen, ist dagegen, eine sehr intuitive Art der Steuerung zu propagieren und zu ermöglichen.

Okay, dann vielen Dank für das Interview
Ebenso Danke

Ergänzung:
Multitouch-Touchscreen zieht natürlich die Frage hinter sich her, wie viele Berührungen der Screen wahrnehmen kann. Das sind hier 20 Berührungen! Was sehr viele sind – womit leider nur noch die relativ geringe Größe des Screens (12“) dagegen spricht, dass man zu zweit, oder auch im Trio auf dem Controller aktiv wird. Verbunden wird der Controller via Ethernet. Interessant dürfte natürlich auch der Preis der Geräte sein. Der Lemur kostet, über die Page des Herstellers bezogen, zzgl. Versand ca. 2000 €, der Dexter ca. 1520 €. Bei etlichen deutschen Online-Vertrieben, welche die Geräte ebenso im Portfolio haben, fällt zumindest der Versand weg. Bei letzteren sticht allein nur Thomann wirklich hervor, der für den Dexter auch ca. 2000 € haben will – da ist wohl entweder jemand sehr gierig, oder ein schwerwiegender Fehler unterlaufen…

Und wer beide Ansätze, das des Plug-and-Play-Controllers für die DAW, und des frei konfigurierbaren Controllers, der für Audiobearbeitung wie für live Video einsetzbar ist, in einem Gerät benutzen will, kann nach dem Kauf eines Lemurs noch mit dem Erwerb einer „Dual Mode Capability“-Software und einem Aufwand von ca. 400 € die Möglichkeit erstehen, beide Ansätze in einem Gerät zur Anwendung zu bringen. Beim Booten des Controllers kann, analog wie bei Bootcamp für Macintosh mit Intel-Prozessoren, wo die Auswahl Windows oder OS X heißt, zwischen den Funktionalitäten von Lemur und Dexter gewählt werden.

Zu den Bildern von dem Interview geht es hier…

Ein guten Eindruck von der Usability und Vielseitigkeit der Controller-Twins geben auch noch folgende youtube-Videos:

Lemur:

Ein einführendes Poträt des Lemur

Und, weil es im Interview erwähnt wurde, der Step Sequenzer

Dexter:
Und, zur Ergänzung, ein Porträt über Dexter “hintendrein”

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