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iPhone/iPod – Apps & Hardware – Fazit

July 22, 2009 Home Kein Kommentar

Mit diesem Epilog und Fazit endet diese erste Reihe iPod/iPod Touch Applikationen für die Musikproduktion und Recording. Es fanden sich Artikel zu dem Aufsteck-Mikrofon von Blue namens MIKEY, zu Cubase IC und Novations Automap für das iPhone, zu iZotopes iDrum, zum MIDI Mobilizer und Rig Remote, sowie zu FourTrack und dem BeatMaker.

iPhone & iPod Touch

Das iPhone 3GS

Das iPhone 3GS

Noch einmal erwähnt sei, dass wenn in dieser Reihe vom iPhone als Host für die Applikationen gesprochen wurde, das „zeitgleich“ auch den iPod Touch mit meinte, da sich beide dasselbe Betriebssystem teilen – in letzterem Fall evidentermaßen um die Instanzen reduziert, die ein Telefon mit sich bringt. Gerade letzteres macht jedoch den iPod Touch zu einer guten Alternative, geht es einem mehr oder minder allein um einen Media-Player und um die Funktionalitäten, die sich über die Plattform OS und die Add-Applikationen ergeben –

Der iPod Touch

Der iPod Touch

Telefonverträge wie beim iPhone und der damit einhergehende „Rattenschwanz“ werden dabei für nichtig erklärt. Der iPod Touch allerdings hat gerade aus dieser Tatsache heraus, je nach Gesichtslage, ein Manko – es fehlt das beim iPhone eingebaute Mikrofon – womit Applikationen, die auf diesem Feature aufbauen, ohne zusätzliches Aufsteck-Mikrofon, das dann ebenso erst einmal wieder unterstützt werden muss, recht nutzlos sind. Ebenso unterscheiden sich die Geräte noch in der optionalen Speicher-Kapazität – Bietet das iPhone3G je nach Version 8 & 16 GB, so legen das iPhone3GS und der iPod Touch in der Speicher-stärksten Variante mit 32 GB da noch eins drauf.

Klangsynthese-Applikationen

iZotopes iDrum

iZotopes iDrum

Bewusst wurde bei dieser ersten Reihe von iPhone Apps auf Applikationen mit eigener Klangsynthese verzichtet. Dies hat den Hintergrund, dass im Vorfeld, bei der App-Recherche, bei der sich die nun vorgestellten 5 Applikationen und das Aufsteck-Mikrofon MIKEY von Blue herauskristallisierten, oft die Erfahrung gemacht wurde, dass Applikationen nicht kongruent mit real semi-professionellen Interessen im Recording- und Musikproduktions-Bereich sind. Insbesondere die große Menge an Applikationen für den iPod/iPod Touch, die anzutreffen sind, die Instrumente darstellen sollen, wurden aussen vor gelassen.

Cubase iC

Cubase iC

Grund dafür war, dass diese zum einen zumeist Latenzen aufweisen, die an die Anfangszeit der Computer-Musikproduktion erinnern (Ein Weg diese Latenzen zu minimieren ist ein Neustart des iPhone vor dem Öffnen der Applikation – Was sowieso ein generell nicht zu unterschätzende Fehlerbehebungs-Strategie bei der Verwendung von Applikationen auf dem iPhone/iPod Toch ist.) und zum anderen, dass bei der Konzeption dieser Reihe immer die Frage im Hintergrund stand, ob damit ein reale Erweiterung der (Heim-)Studio-Peripherie stattfinden kann – Dies tut es unserer Meinung nach jedoch nicht, wenn eine Applikation z.B. versucht, den virtuellen Synthesizer, als Konzept auf dem Computer über die Jahre bezüglich Usability und Darstellung gereift, 1:1 umzusetzen, ohne auf die Möglichkeiten und Defizite des iPhone/iPod Touch Multitouch-Screens einzugehen.

Novations Automap

Novations Automap

Dazu gehörten (leider) auch Applikationen wie Noise.io von Amidio Inc., die neben beeindruckenden Features wie z.B. einem Kaos Style Controller als Alternative zu einem klassischen virtuellen Keyboard und anderweitig qualitativen Sound-Features wieder in eine komplexe und zu eigenwillige Menuführung zurückfielen.

Rig Remote & MIDI Mobilizer

Rig Remote & MIDI Mobilizer

Ebenso fielen Applikationen unter den Tisch, die den Daten-Transfer zwischen dem Mobile und dem Computer nicht unterstützten. (Außer natürlich über die Möglichkeit, es über den Kopfhörer-Ausgang abzunehmen und es auf der anderen Seite über den Line Eingang des Computer Audio-Interfaces in Echtzeit einzuspeisen.)

Schließlichundendlich können beide Problematiken, Latenzen beim Versuch über Klangsynthesen Instrumente auf dem iPhone/iPod Touch zu emulieren und zu komplexe Menüführungen, über die Adaption von Sequenzer-Konzepte auf den Multitouch-Screen umgangen werden. Hier ermöglichen Sample-Programmierung und innovative Menüführungsstrategien ein flüssiges, die (Heim-)Studio-Peripherie „sinnvoll“ erweiterndes, effektives Arbeiten an Songideen, ohne in eigentlich schon gelöste Probleme zurückzufallen.

Zeit für ein Fazit

Mit den zur Zeit der Recherche angebotenen Applikationen für das iPhone und den iPod Touch befinden wir uns immer noch am Anfang einer sich sehr schnell bewährten Form von Dritt-Anbieter-Marktplatz. Dafür, dass das Konzept von Apple mit dem in iTunes integrierten App-Store erst so kurz am Markt ist, ist es wahnsinnig erfolgreich, und macht neugierig darauf, wie sich das insbesondere bezüglich der Applikationen, die im Laufe der Zeit dort präsentieren werden, weiter entwickelt. Grund dafür ist wohl, dass Entwickler mit diesem Konzept die Möglichkeit haben, mit einer simplen Arbeitsumgebung direkt von der Idee zum vertriebsfertigen Produkt, ja sogar ohne Umschweife an die Öffentlichkeit kommen zu können, ohne große Markteintritts-Strategien und Hardware-Entwicklung. Und dass diese Rechnung aufgeht, das ist auf jedenfall jetzt schon zu sehen.

BeatMaker Stepsequenzer

BeatMakers Stepsequenzer

FourTrack

FourTrack

Deutlich wird aber auch, dass wirklich interessante Applikationen solche sind, welche die DAW-Peripherie bezüglich Mobilität und Funktionalität ergänzen und erweitern. Es geht definitiv nicht darum, die DAW als Computer, oder Workstation in ihrem “althergebrachten“ Modell zu ersetzen. Damit werden aber zugleich auch Interface-Optionen und -Features wichtig, wie der Import und Export von Wave und MIDI.

Applikationen, welche die Steuerung der DAW ermöglichen, also in den Controller-Bereich fallen, müssen sich fallbezogen bewähren, haben jedoch einen schwierigeren Stand, gerade weil der Controller-Bereich eben schon gut ausgebaut und stark umkämpft ist – Zudem es Richtung Sinnfreiheit tendiert, wenn das iPhone für den Controller-Betrieb im Studio in den Airplane-Modus geschaltet werden muss, um die Applikation anzuwenden, und damit die Telefon-Funktion abgeschaltet wird.

Viele Controller-Applikationen werden gerade in der Musikproduktions-Ecke allein aufgrund des aktuellen App-Hypes von nahmhaften Software-Herstellern auf den Markt gebracht – Hier muss dann jeder User selbst entscheiden, ob eine solche Applikation wirklich eine sinnvolle Erweiterung bzw. Optimierung der Arbeitsprozesse darstellt. Der Trend bei den Applikationen Richtung kreatives, portables Sequenzer-Tool mit Interface-Features (problemloser Daten-Transport und Einbindung in die DAW) ist stark und nicht zu unterschätzen – Aus diesem Bereich wird uns sicher noch das ein oder andere kommende Tool überraschen und ans Herz wachsen.

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