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Sequenzerguide – Cubase & Logic

August 4, 2009 Home, Guides 2 Kommentare

Einleitung

Gibt es mittlerweile viele verschiedene Sequencer auf dem Markt, so sind vor allem zwei davon sowohl im Homerecording Bereich als auch in professionelleren Setups anzutreffen: Cubase und Logic (Cubase ist aktuell, seit Januar 2009, in Version 5 und Logic Pro seit dem 23. Juli 2009 in Version 9 auf dem Markt).

Cubase Studio 5

Cubase Studio 5

Logic Studio 9

Logic Studio 9

Viele Musikschaffenden sehen sich dabei vor die gleiche Frage gestellt – wie und nach welchen Kriterien sich für einen der beiden Sequenzer als Arbeitsgrundlage entscheiden? Natürlich gibt es weitaus mehr Sequencer – als vielleicht renommiertester sei Pro Tools genannt, das für viele Anwendungen wie etwa den Nachvertonungsbereich als die Referenz angesehen wird. Allerdings spielt für den semiprofessionellen Musikschaffenden bei der Wahl des richtigen Kandidaten der Preis eine nicht unerhebliche Rolle – die Vollversion eines Pro Tools Systems  kostet mehrere Tausend Euro (wobei hier dann allerdings nicht nur die Qualität der mitgelieferten Audio-Plugins für sich spricht). Ableton Live als nächstes Beispiel gilt wiederum als Referenz für Live-Anwendungen und bildet mit großer Wahrscheinlichkeit den geeignetesten Sequencer, um auf der Bühne Performances mit Loops und Effekten vorzutragen und live mit der Software kreativ zu musizieren. Deutlich wird durch diesen kurzen Aufriß, dass es Spezialisten für bestimmte Anwendungen und Anforderungen gibt. Die beiden hier zu verhandelnden Kandidaten – Cubase und Logic – sind vor allem im semiprofessionellen Bereich sehr häufig anzutreffen. Das mag sicher daran liegen, dass beide die Bedürfnisse von Homerecording- und Projekt-Studios in Punkto Preis-Leistungsverhältnis perfekt erfüllen. Nicht vergessen darf man dabei jedoch, dass beide Systeme, trotz analoger Anwendung, zwei unterschiedliche, innovative Hersteller als Background haben – allein dieser Tatbestand hat im Laufe der Zeit natürlich interessante Entwicklungen mit sich gebracht hat, die es im Hinterkopf zu behalten gilt…

Historie

Cubase hat seinen Ursprung im Midi Sequencing. Das dafür verantwortliche deutsche Unternehmen Steinberg hatte bereits 1989 angefangen auf diesem Gebiet, damals für den Atari ST, Software Sequencer zu entwickeln. Der VST-Standard (Virtual Studio Technology) ist ebenfalls eine Entwicklung von Steinberg selbst und wird von zahlreichen anderen Sequencern als Plugin-Schnittstelle für Effekte und Software Instrumente von Drittanbietern genutzt. Die Entwicklung von Cubase ging stetig weiter und aus dem einfachen Midi Sequencer ist heute eine umfangreiche Musikproduktionssoftware entstanden, die allerlei Anbindungsmöglichkeiten bietet und sowohl auf Mac OS als auch auf Windows stabil läuft.

Cubase 5 - Eine Collage der Cubase Features/Tools

Cubase 5 - Eine Collage der Cubase Features/Tools

Logic Pro 9

Logic Pro 9

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass selbst der Vorgänger von Logic Pro, nämlich Emagic Logic Platinum, zunächst die VST Schnittstelle nutzte. Im Jahre 2002 wurde Emagic dann von Apple aufgekauft. Die Version 5.5.1 ist darum auch die letzte, die auch auf Windows-Rechnern lief – Seit Version 6 läuft Logic nur noch unter Mac-OS. Diese Konkurrenzsituation wurde zudem seitens Apple dadurch “vorangetrieben”, dass mit dem sogenannten AU (Audio Unit) die eigene Schnittstelle für Drittanbieter eingeführt wurde. Mittlerweile unterstützt Logic nur noch AU, wobei es aber die Möglichkeit gibt, mit dem Zusatzprogramm des Unternehmens Fxpansion “VST-AU-Adapter” VST-Plugins in AU zu konvertieren. Auf dem breiten Markt kann man allerdings nicht wirklich von einer Konkurrenzsituation sprechen, da hier Cubase mit seiner Kompatibilität zu Windows klar die Nase vorn hat. Ohne jetzt zu sehr in den sich unmittelbar daran anschließenden Tech-Talk: Mac vs PC einzutreten – Gerade in anspruchsvollen Studio-Umgebungen ist der Mac und damit Logic dennoch ein häufig anzutreffender Kandidat.

Anforderungen & Voraussetzungen

An dieser Stelle, denke ich, ist es zunächst einführend wichtig zu betonen, dass bei der Entscheidung für und wider Cubase und Logic nicht irgendein Detail-Feature ausschlaggebendes Argument sein sollte. Jeder Sequencer hat interessante und mächtige Features, aber fast jedes Feature hat auch sein Gegenstück bei den anderen Sequencern. Grundlegende Frage sollte jedoch zunächst folgende sein:

1. Cubase versus Logic – Mac versus PC?

Auf welcher Plattform möchte ich arbeiten? Apple bildet bekanntermaßen gerade in Sachen Nutzerfreundlichkeit/Usability gern den Vorreiter, was auch Logic direkt zugute kommt (Streng genommen ist ja Apple auch die “Mutter“ des grafischen Bedienens des Betriebssystems über Fenster alla „Windows“). Mittlerweile scheint jedoch auch Windows in diesem Punkt einen Schritt nach vorne gemacht zu haben – erschwerend hinzu kommt zum einen, dass immer noch mehr Support- und Informationsplattformen im Internet für Windows anzutreffen sind und zum anderen, dass, was noch viel wichtiger ist, sich viele der Computeruser an eine “Windows-Logik“ gewöhnt haben. In Studios werden dagegen häufiger  Macs genutzt, was auch den Hintergrund hat, dass die Abstimmung (Kompatibilität der integrierten Komponenten, Treiber, etc.) von Hard- und Software des Mac besser und einfacher war und ist. Logic ist dabei eine der wenigen professionellen Software-Produkte im Recordingbereich, die es nur auf der Mac OS Plattform gibt (neben MOTUs Digital Performer) – Selbst Digidesigns Protools läuft mittlerweile auch auf Windows Rechnern (wobei viele Audio Engineers Protools immer noch lieber in Verbindung mit einem Mac nutzen). Die Gewohnheit spielt dabei wie bereits erwähnt eine wirklich eminente Rolle – Wer das musikalische Arbeiten am Mac gewohnt ist, möchte diesen Workflow unter Umständen auch außerhalb des Sequencers beibehalten. Sofern man allerdings noch keinen Mac hat und auch nicht auf einen umsteigen möchte, hat sich die Qual der Wahl schnell verabschiedet – Logic Pro 8 läuft nur auf dem Mac OS Betriebssystem. Und, um es gleich wider vorzeitig abzuschliessen: Die Anschaffung eines Mac ist teurer als ein vergleichbarer PC auf Windows Basis, und selbst der Preis von Logic Studio 9 mit 499 € kein zusätzlicher Anreiz für den Umstieg im Gegensatz zum Preis von Cubase 5 (549 €). Und auch noch zu folgendem Gedankengang: So wie es die Windows-Virtualisierung auf dem Mac (alla Bootcamp und vorausgesetzt ein Intel-Chip ist onboard) gibt, könnte man ja auch theoretisch Mac-OS auf dem Windows PC laufen lassen (was durch die Softwarestruktur von OS, auf Intel-Prozessoren abgestimmt zu sein, durchaus möglich ist), um Logic dort zur Anwendung zu bringen – jedoch Vorsicht! Von solchen Ideen rate ich ab, denn damit nehmt ihr Mac OS den Vorteil, optimal auf die Hardware abgestimmt zu sein. Gerade beim Recording ist die Abstimmung von Hard- und Software hinsichtlich der Latenzzeiten wichtig, daher sollte das System in keinem Fall virtualisiert laufen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist sicher, auf welcher Systemplattform Kunden oder anzulaufende Partner (Freunde/Studios) arbeiten. In dieser Hinsicht ist das Arbeiten auf dem gleichen Sequenzer sicher eine Erleichterung, allerdings ist durch den Einzelexport der Spuren dieses Problem auch einfach zu umgehen – jede Tonspur einzeln in Mono vorbereiten und später auf gleiche Weise in ein neues Projekt eines anderen Sequencer importieren…

Die weiteren Leitfragen für die Auswahl des richtigen Sequenzers bilden auch die Grundlage für die folgenden Kapitel:

  • Wieviel Geld muss/möchte ich in zusätzliche Plugins und Loops investieren?
  • Was möchte ich mit dem Sequencer produzieren?
  • Möchte ich auch alleine Musik am Rechner unter anderem mit Loops und Software-Instrumenten kreieren oder möchte ich in erster Linie Bands mehrspurig mitschneiden?

2. Ist es für mich reizvoll, ein Bundle zu kaufen?

Die Jam Pack Sammlungen sind bei Logic inklusive

Logic - Die Jam Pack Sammlungen sind bei Logic inklusive

Logic Pro 8 beinhaltet ein großes Bundle mit Effekten, Software-Instrumenten und lizenzfreien Audio- und Midi-Loops. Der Umfang ist in dieser Preisklasse sicher einzigartig. Vor allem für Komponisten und Arrangeure elektronischer Musik, die zudem finanziell keine großen Sprünge machen wollen, ergibt sich dadurch ein erheblicher Mehrwert. In Cubase 5 wurde an dieser Stelle auch einiges nachgeholt: Es gibt neue Rhythmusgestaltungsmöglichkeiten durch verbesserte Drum Machines und neue Plugins z.B. für die tonale und rhytmische Korrektur von Vocals – Der Umfang kommt allerdings dennoch nicht an die mitglieferten 39 GB an Audio- und Effekt-Material aus 5 mitgelieferten Jam Pack Sammlungen des Logic-Pakets heran.

3. Brauche ich komplexere Monitoring-Möglichkeiten?

Routing-Funktion auf Cubase 5

Cubase - Ein mehr als nützliches Feature erlaubt das virtuelle Erstellen von Bussen mit flexiblem Ausgangsrouting - Für Bandmitschnitte auch im größeren Stil, bei denen jeder Musiker eine individuelle Kopfhörermischung während der Aufnahme hören möchte.

Allein Cubase 4 erlaubte schon sehr komplexe Monitoring Möglichkeiten, die z.B. für den Mitschnitt einer Band eine deutliche Erleichterung bedeuten können – Dadurch kann schon innerhalb des Sequencers eine individuelle Monitoring-Mischung zusammengesetzt werden, z.B. so, dass der Drummer und der Gitarrist vor allem den Bass zu hören bekommen, der Sänger jedoch dagegen vor allem sich selbst, usw. – diese Möglichkeit bietet Logic Pro 8 nicht von Haus aus.

4. Welche Ergonomie?

Automatische Zuordnung & Auswahl von Software-Instrumenten

Logic - Automatische Zuordnung & Auswahl von Software-Instrumenten bei Logic

Die Bedienoberflächen beider Programme sind angenehm gestaltet. Meiner Meinung nach ist das Erlernen von Logic allerdings etwas einfacher und die Umgebung besser in den Workflow integriert. Das Auswählen und Zuweisen von Software-Instrumenten und Kanälen ist bei Logic etwas schneller, das Interface ist intuitiver und weniger verschachtelt. Das Importieren von Apple Loops und das Browsen in der Library nach Instrumenten ist sehr einfach und intuitiv. Das Editieren und setzen von Crossfades ist durch das Quick Swipe Comping Feature wirklich sehr komfortabel. Allerdings ist es auch hier wieder schnell die Gewohnheit als Argument zu Stelle – Weiß man in Cubase, wie man ans Ziel kommt, ist auch das kein wirkliches Argument für Logic mehr – Das gilt allein für das anfängliche Erlernen der Software und das Verstehen der User Interface Logik. Sicher ist es auch ein Stück weit Geschmackssache: Gerade die Bedienoberfläche von Logic kann durch die Zuweisung der Bilder (Shaker, Mikrofon, Drums usw.) zu den Spuren für den einen oder anderen verspielt wirken. Das Cubase-Design wirkt hingegen etwas nüchterner und damit für den ein oder anderen etwas seriöser/professioneller.

Logic-Crossfades

Logics Crossfades - Nach dem Erstellen aller Takes kann man komfortabel kombinieren und abschließend automatisch Crossfades zwischen den ausgewählten Takes setzen - eine große Erleichterung hinsichtlich des Editierens

5. Qualität der Plugins?

Wie bereits erwähnt gibt es bei den Plugins für Cubase und Logic einen grundsätzlichen Unterschied, nämlich die genutzte Schnittstelle. Cubase nutzt VST-Plugins und Logic AU-Plugins. Durch Zusatzprogramme wie den Fxpansion “VST-AU-Adapter” kann man aber VST-Plugins in AU konvertieren.

Neues Pitch Werkzeug in Cubase 5

Cubase 5 - Neues Pitch Werkzeug in Cubase 5

ReverenceHall in Cubase 5

Cubase 5 - Der neue ReverenceHall in Cubase 5 ist das Gegenstück zum Space Designer von Logic Pro

Cubase_variaudio

Cubase 5 - VariAudio – Tuning fast wie Melodyne

Was Plugins angeht, gibt Cubase in den letzten Jahren nochmals richtig Gas: z.B. durch das Einführen eines neuen Halleffekts und durch Tune- und Pitchkorrektur – Plugins für Vocals in Cubase 5. Insgesamt bietet Logic Pro 8 trotzdem noch weitaus mehr Plugins und Software-Instrumente wie Cubase – Wobei die Qualität der mitgelieferten Plugins und Software-Instrumente teilweise unter dem Diktum “Masse statt Klasse“ zu führen ist. Was wiederum nicht heißt, dass Cubase in Punkto Qualität aller Plugins die Fahne hoch hält – auch hier gibt es viele Plugins, die man nie wirklich nutzen wird, weil das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist. Wenn man wirklich “Master-Class-Ansprüche“ hat, oder darauf zuwächst, wird man sowohl bei Cubase als auch bei Logic diesbezüglich früher oder später zu Drittanbieterprodukten greifen müssen. Summa summarum: Was Umfang und teilweise auch Qualität der Grundausstattung an Plugins und Software-Instrumenten sowie die Bedienbarkeit angeht, hat Logic die Nase vorn: Sucht man ein Weltmusikinstrument aus Asien, oder eine möglichst analog klingende Orgel? Oder soll es ein Flügel sein? Logic bietet hier ein Basis-Paket, bei dem man sehr kreativ Musik gestalten kann und auch einfach mal Sounds ausprobieren und mit ihnen experimentieren kann.

6. Die Audio-Engine?

Da Cubase anfangs ein Midi-Sequencer war, musste die Audio-Funktionalität mit den Jahren Schritt für Schritt entwickelt werden – Mittlerweile hat Cubase eine sehr gute, ausgereifte Audio-Engine, der nicht so einfach das Wasser zu reichen ist.

Die oberste Spurebene „Drums“ beinhaltet alle Einzelemente des Schlagzeugs wie Bass Drum, Snare Top, Snare Bottom, Hihat, Tom Hi, Tom Mid, Tom Low Overheads & Co

Cubase - Die oberste Spurebene „Drums“ beinhaltet alle Einzelemente des Schlagzeugs wie Bass Drum, Snare Top, Snare Bottom, Hihat, Tom Hi, Tom Mid, Tom Low Overheads & Co

Steinberg war und bleibt ein höchst-innovativer Hersteller und zielt mit der Ausstattung des Programms klar auf professionelle Studios, in denen sehr viele Spuren aufgenommen werden sollen. Das optische Gruppieren der Spuren wie beispielsweise der einzelnen Schlagzeugkomponenten zu einer Stereo-Drumset-Spur erhöht die Übersicht von komplexeren Projekten, in denen die Signalquelle über mehrere Mikrofone aufgenommen wird, erheblich. Dadurch können alle diese Spuren einfach und komfortabel gegliedert werden. Doch auch die Audio Engine von Logic wurde explizit für die Version Logic Pro 8 und 9 nochmals komplett  überarbeitet. Also entscheiden auch hier wieder situative Details darüber, welcher Sequenzer für welche Anwendungssituation besser geeignet ist – im groben Blick schenken sich beide bezüglich der Audio-Engine nicht viel.

Fazit?

Abschließend muss zunächst gesagt werden, dass nicht allein das Werkzeug die Qualität des Erzeugnisses ausmacht, sondern immer noch in erster Linie der anwendende User selbst – Erst durch die Beherrschung des Werkzeuges, durch das Know-how durch welche Eingriffsmöglichkeiten welche Klangänderungen erzielt werden können, kann an eine konkrete Klangvision anvisiert bzw. realisiert werden. Das heißt, dass es prinzipiell nicht darum geht, welches System man nutzt, sondern, dass man es beherrscht und sich wohl damit fühlt. Wenn man bereits einen Mac hat und keine komplexeren Monitoring Möglichkeiten für Band-Mitschnitte braucht, wird einem evtl. die Entscheidung für Logic leichter fallen. Wenn jemand jedoch weniger an mitgelieferten Loops und Software-Instrumenten interessiert ist und in der “Windows-World” zuhause ist, kann man bedenkenlos zu Cubase greifen. Für die Parteien, die sich gerne auch langfristig auf dem richtigen Dampfer wissen – Cubase scheint gerade im professionellen Bereich aktuell diesbezüglich die Nase vorn zu haben, weil das System einerseits auf beiden Plattformen, Mac wie PC,  läuft und Steinberg zudem, was die Entwicklung angeht, etwas aktiver scheint. Um gerade bezüglich dem zuerst genannten Punkt auch zukünftig weiter auf dem professionellen Sektor bestehen zu können und sich nicht verdrängen zu lassen, muss Apple in den nächsten Jahren weitere, überzeugende Neuerungen bringen. Mit Logic Pro 9 ist nun in den letzten Tagen ein Upgrade aus dem Hause Apple eingetroffen, dass sich in seinen Neuerungen (Apple wirbt vor allem mit neuem Gitarren-Verstärker-Designer und Pedalboard) vor allem dem semiprofessionellen Musikschaffenden widmet, sodass sich eine Zuordnung aufgrund der bisher genannten Faktoren: Umfang und Art der Plugins, Anschaffungs-Preis und visuelle Darstellung in leicht provokativer Manier so ziehen lässt: Cubase für den zumindest längerfristig professionell ausgerichteten und Logic für den semiprofessionellen Musikschaffenden – Wobei die hier resümierende Aussage darauf basiert, dass der professionelle Musikschaffende auch mit einer großen Anzahl von Spuren übersichtlich arbeiten will, weniger auf die mitgelieferten Plugins zurückgreifen will und auf eine optimierte Monitoring-Ergonomie zurückgreifen will. Das ist nun allerdings wieder nur ein Produktions-Szenario, neben dem es beliebig viele andere gibt, womit auch die Anforderungen an den Sequenzer andere sind, sodass die bewusst prokative Aussage der Zuordnung vor allem ein Ziel hat: darauf aufmerksam zu machen, dass jeder seine eigenen Ansprüche und Arbeitshintergrund mitbringt, auf die es die Wahl des richtigen Sequenzers abzustimmen gilt. Das kann und muss nun jeder für sich allein sondieren und räsonieren. Und die, welche diese Entscheidung gründlicher abwägen möchten, sollten unbedingt auch bei den Quellen selbst vorstellig werden, nämlich die Webpräsenzen von Apple und Steinberg aufsuchen, und die Produktdarstellung nach den für sich wichtigen Argumenten durchsuchen. Bei Steinberg gibt es dazu auch einige Produktvideos zur visuellen Veranschaulichung der neuen Features. Also bei aktuellem Bedarf – ran an den aktiven Vergleich…

Cubase Produktbeschreibungsseite von Steinberg

Logic Produktbeschreibungsseite von Apple

Nachwort – Der hier abgehandelte Vergleich kann allein ein oberflächlicher bleiben – Cubase und Logic bieten eine Unmenge an Features, auf die hier nicht detaillierter eingegangen werden konnte. Anspruch der folgenden Darstellung ist, dem Einsteiger bzw. dem semiprofessionellen Musikschaffenden für die Sequenzerwahl ein Guide an die Hand zu geben, der einfache und vor allem praktische Gesichtspunkte fokussiert. Zudem konnte die neuste Logic Variante, Logic Pro 9, die im Zuge des Produkt-Launchs von Logic Studio 9 am 23. Juli auf den Markt kam, nicht in größerem Maße in den Vergleich miteinbezogen werden – Ergo handelt es sich hier um das Hervorheben einzelner Features der beiden Sequenzer anhand bestimmter Leitfragen.

Autor dieses Artikel: Nazım Sabuncuoğlu

Nazim beim Auftritt mit Mágica Fe

Nazim beim Auftritt mit Mágica Fe

Der 1981 geborene Musiker und Hobby-Produzent kennt das Problem der Sequenzer-Wahl aus eigener Erfahrung: Bei seiner Band LiMAN, für deren Eigenproduktion “Karma” die Band den deutschen Rock- und Poppreis für das beste Arrangement erhielten, war Nazim bei der Komposition sowie der Produktion maßgeblich beteiligt – Mit LiMAN wird aktuell in Zusammenarbeit mit Maikl Robinson Studios auf der Cubase Plattform ein Album produziert, das gegen Ende des Jahres veröffentlicht werden soll. Für seine andere Band Mágica Fe (CD -Veröffentlichung unter Cosmic Star Records) produziert der nebenberufliche Gitarrenlehrer Nazim aktuell auf Logic Pro Songs in Eigenregie. Damit bewegt er sich ständig zwischen beiden Sequenzer-Welten. Webspaces: Mágica Fe & auf myspace; LiMAN & auf myspace

Aktuell besteht bzw. bestehen "2 Kommentare" zu diesem Artikel:

  1. Flug says:

    Also kann man sagen, beide sind gut, geben sich nichts, und welches man benutzten will, haängt vom persönlichen Geschmack ab. Ich selber Produziere mit FL Studio und Logic. Wobei ich zum Thema Spezialisten nur beipflichten kann. Es kommt halt drauf an was man machen will, prinzipiell kann man mit jedem sequenzer alles machen. Der Workflow gestaltet sich dabei nur manchmal gravierend anders. Gruß!

  2. […] ONE Drum-Maschine, der Beat Designer Stepsequencer und der PitchCorrect Intonationseffekt) – (Näheres dazu auch in unserem Sequenzer-Vergleich mit Logic). Das CI2 ist ein buspowered USB-Audionterface für den Heimstudio-Bereich, das mit +48V […]

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