Produktnews – NIs “The Finger”, Guitar Rig 4 Pro, Kontakt 4, Absynth 5 & Komplete 6
Native Instruments hat in den letzten Wochen nun insgesamt 5 neue Produkte in den Markt-Orbit geschossen. Alles begann zunächst mit “The Finger” – einem Tool, das explizit für das Live-Remixing und die Klangbearbeitung während der Performance konzipiert wurde. Dicht gefolgt kam Guitar Rig 4 Pro, das in der Neuauflage neben neuen Amps und Effekten nun auch ein Control-Room-Konzept zur Verfügung stellt. Der Software-Sampler Kontakt 4 und der virtuelle Synthesizer Absynth 5 ziehen mit altbekannten Konzepten ins (Mittel-)Feld, wobei natürlich hier und da die Engine optimiert und die Library erweitert wurde. Schließlich folgt als letzter, jedoch von Umfang her stets in der Pole Position, das Allround-Bundle Komplete 6, das nebst den hier vorgestellten, neu aufgelegten Produkten (außer “The Finger”) noch zwei Software-Synthesizer (FM8 & Massive), ein Sampler-Konzept (Battery 3) und das Kreativ-Tool für Synthese und Sampling namens Reaktor 5 enthält.
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The Finger
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Der Hersteller wirbt damit, dass THE FINGER völlig neue Möglichkeiten für intuitive Klang -bearbeitung, Live -Remixing und temposynchrone Effekt -erzeugung eröffne – im Studio und auf der Bühne. Und da THE FINGER vom kostenlosen KORE-Player angetrieben werde, sei dieses Multi-Effekt-Tool sofort für jeden nutzbar. Der “ keyboard-controlled” Performance Effekt-Prozessor wurde zusammen mit Tim Exile von Warp Records auf Basis einer weiterentwickelten REAKTOR-Technologie entwickelt.
Unter den 40 Effekte, die THE FINGER bereit stellt, finden sich neben einem Echtzeit-Sampler/-Transformer mit u.a. Loop, Reverse, Re-Arrange, Scratch und Granular-Effekten auch:
- Filter
- Gater
- Delay
- Hall
- Verzerrung
- Wave Shaper
- Ring-Modulation
Hinzu kommen, dass nahezu alle Effekte tempo-synchron zu einer Master-Clock arbeiten und sich bei vielen Effekten zwei Parameter via Velocity oder Modulationsrad steuern lassen. Gleichzeitig bieten die Macro-Kontrol-Regler des KORE PLAYERS, über welchen The Finger betrieben wird, zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten – So können die Effekte über das Keyboard (oder den Piano-Roll-Editor eines Sequenzers) getriggert werden. In diesem Szenario ist jeder MIDI-Note auf vier Oktaven ein eigener Effekt mit einer anderen Effekteinstellung zugewiesen – und die Reihenfolge des Drückens bestimmt die Effekt-Kette:
Bis zu sechs Effekte lassen sich auf diese Weise live verketten und neu kombinieren, um trickreiche Effekt-Routings und rasante Klangeffekte zu erzielen. So kommt THE FINGER auch zu seinem Namen, denn Effekte werden auf diese Weise musikalisch spielbar wie ein “echtes” Instrument.
THE FINGER ist als Stand-Alone-Effekt oder als Effekt-PlugIn im Sequenzer einsetzbar – Hier lassen sich dann die gedrückten Noten im Piano-Roll-Editor aufzeichnen (oder einzeichnen), wodurch die Effekt-Routings eben in einer intuitiven Form editiert werden können. Für alle Mac-User jedoch Vorsicht: THE FINGER benötigt einen Intel Prozessor (also nur in den neueren Mac-Ausgaben).
Seit Mitte September erhältlich z.B. über die Native Instruments Webseite für 69 € – NIs THE FINGER
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Guitar Rig 4 Pro
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Der Berliner Hersteller geht auch mit seiner Bass- und Gitarren-Software Guitar Rig in die nächste Runde. Teil 4 soll laut Hersteller (neben einer Erweiterung in fast allen Funktionalitäten) vor allem verbesserte Cabinet- und Mic-Emulationen mit sich bringen. In Zusammenarbeit mit Peter Weihe wurde zudem die Speaker Emulation verbessert, welche auch die Basis für das neue Modul: “Control Room” bildet, auf welches der Hersteller besonders Stolz ist – hier können für jeden einzelnen Amp bis zu acht mikrofonierte klassische Cabinets (natürlich in Phase auf einem virtuellen Mixing Board liegend) verwendet werden. Damit können komplexe und aufwendige Studioproduktionen, bei denen ein Amp in der Regel über mehrere Speaker und Mikrofone abgenommen wird, simuliert werden.Ebenso anzutreffen ist das Feature Matched Cabinet-Modul, bei dem jedem Verstärkermodell ein speziell für den Amp optimiertes Speaker-Setup zugeordnet ist.
Drei neue Amps und vier neue Effekte (Grain Delay, Octaverb, Iceverb und Twin Delay) erweitern zudem das bisherige Setup. Insgesamt bietet die GUITAR RIG 4 PRO Software nun fünfzehn Gitarren- und Bassamps, wobei hier NI vor allem um Authentizität bzw. Detailltreue bemüht ist – unter Verwendung der hauseigenen Dynamic Tube Response Technology wurden dabei originale Multi-Channel-Designs ebenso berücksichtigt wie alle anderen modelltypischen Klangeinstellungsmöglichkeiten.
Für das Produktions-Arbeiten stellt die Software dann auch noch Tools zur Verfügung: Zwei Tape-Decks, die das Aufnehmen und Abspielen von Riffs und Ideen ermöglichen, ein (multifunktionales) Metronom sowie einen integrierten Tuner mit gitarrenspezifischen Stimmvarianten. Eine “Loop Machine” ermöglicht zudem, dass Gitarren- oder Bass-Loops in Echtzeit aufgenommen und übereinandergeschichtet werden können. Die 250 Presets, die sich anbei finden, können tag-basiert in einem übersichtlichen Browser navigiert werden.
Die Software selbst arbeitet Standalone, sowie als PlugIn in jeglicher Sequenzer- und Recordingsoftware.
NI bietet verschiedene Bundles und Variationen mit und von der Software an:
- GUITAR RIG 4 PRO für 179 €
- GUITAR RIG KONTROL – Die Software mit Fußpedal (das zugleich ein Audio Interface darstellt) für 399 €
- GUITAR RIG 4 ESSENTIAL, als die preisgünstige Variante mit einem reduzierten Set, für 89 €
- GUITAR RIG SESSION, welches GUITAR RIG 4 ESSENTIAL mit dem SESSION I/O Audio Interface kombiniert, für 229 €
- GUITAR RIG MOBILE, welche das kompakte USB-Audio Interface mit der GUITAR RIG ESSENTIAL Software kombiniert für 99 €
Alle hier genannten Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers. Ab sofort im Handel erhältlich – Guitar Rig 4 Pro
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Kontakt 4
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Seit September findet sich zudem ebenso Teil 4 des Software-Samplers Kontakt auf dem Markt. Das Konzept ist dabei schnell umrissen: Hier findet man 1000 Instrumente (43 GB große Library) verteilt auf sieben Instrumenten-Sparten, nämlich Chor, Orchester, World, Vintage, Band, Synth und Urban Beats. Jede dieser Sparten zeigt sich in einer individuellen “Performance-Ansicht”, in der alle wichtigen Klang- und Spielparameter übersichtlich gruppiert sind.
Der Import von nahezu jedem Hardware- und Software-Sampleformat ermöglicht zudem die nahtlose Einbindung in das bereits bestehende Setup. Der enthaltene Wave-Editor bietet die Möglichkeit Samples und Instrumente zu editieren, zu loopen, zu slicen, und zu tempo-synchronisieren. Hüllkurven können hier direkt in die Sample-Wellenform gezeichnet werden. Außerdem finden sich 19 Effekte anbei, darunter ein hochwertiger Faltungseffekt, zudem eine Multiformat-Surround-Soundfunktionen den Einsatz auch für Film- und Multimedia-Tracks ermöglicht.
Seit September für ca. 370 € im Handel erhältlich – Kontakt 4
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Absynth 5
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Auch der ABSYNTH – Synthesizer wird neu aus der Taufe gehoben. Das Konzept bleibt dabei das Gleiche, nämlich ein möglichst ausuferndes Klangspektrum weit jenseits des Alltäglichen zu ermöglichen. Das technische Konzept dahinter ist eine hybride Synthesearchitektur, die auf ein Modulations- und Effektsystem trifft – weshalb ABSYNTH nicht nur als Synthesizer, sondern auch als Effekt-PlugIn genutzt werden kann.
Für Menschen, die nicht in die dunkle Tiefe der Synthesearchitektur eindringen wollen (und können), gibt es den “Sound Mutator” des ABSYNTH 5, mit dem neue Sounds durch die Kombination der Klangeigenschaften anderer Sounds erzeugt werden. Neue Effekte und Filter wie der Aetherizer, der Cloud Filter und der Supercomb sowie 250 neue Presets finden sich anbei. An Sounds bietet der Synthesizer 1800 Stück – vom klassischen Keyboard-Sound über Flächen bis hin zu komplexeren Grooves.
Bezüglich Klangerzeugung lassen wir den Hersteller selbst zu Wort kommen:
Die hybride Architektur mit 3 Oszillatorkanälen und semi-modularem Signalfluss kombiniert unterschiedlichste Klangerzeugungsverfahren wie subtraktive Synthese, FM, Wavetable, Sampling und Granular-Sampling mit Wave-Morphing, Filtern, Modulatoren und Effekten. Dazu kommt eine einzigartig flexible Hüllkurvensteuerung mit 68-stufigen Hüllkurven, um Klänge subtil oder radikal zu animieren. Von sanft wabernden Flächen bis hin zu heftig rhythmisierten Synth-Attacken ist mit ABSYNTH 5 alles möglich.
Über die Webseite des Herstellers für ca. 180 € zu beziehen – Absynth 5
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Komplete 6
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Komplete stellt nun vom Umfang her betrachtet die Krönung der NI Neuerscheinungen dar. Neben den drei neuen, hier bereits vorgestellten Produkten, Guitar Rig 4 Pro, Kontakt 4 und Absynth 5, sind hier nun noch Battery 3, Massive, FM8 und Reaktor enthalten. Effektiv bedeutet das, dass einem mit diesem Packet 60 GB an hochwertigen Samples und 7000 Sounds bzw. Presets zur Verfügung stehen.
Mit Battery 3 vertreibt NI einen Sampler für Drum- und Percussion-Sounds kombiniert mit einer rund 12 GB großen Drumkit-Library. Die Oberfläche stellt sich dabei als Zellen-Matrix zum Laden von Samples dar, und umfasst bis zu 128 Sample-Zellen. Klangformungs-Funktionen zur Bearbeitung einzelner Sample-Zellen oder des Master-Ausgangs stehen ebenso zur Verfügung, nebst Artikulations-Features wie z.B. Flam, Humanize, Buzz, Roll und MIDI-Echo, wodurch Drums besonders natürlich klingen sollen. Time-Stretching und Slice-Import für das Tempo-Synchroniseren von Loops, ein Wellenformeditor und integrierte Effekte runden das Feature-Portfolio weitgehendst ab.
Massive ist NIs Synthesizer für Bässe und Lead-Sounds – Die Klangsynthese orientiert sich dabei an analogen Konzepten und arbeitet mit Wavescanning -Oszillatoren und Filterdesign. Besonders auch für die Bühnen-Performance designed – durch einen integrierten Step-Sequencer, Effekt-Sektionen und einem flexiblen Modulationskonzept.
FM8 bedeutet FM-Synthese plus 1200 Digital-Sounds. Das dahinter liegende Konzept ist Usability sprich Nutzerfreundlichkeit und Vielfältigkeit. Über eine “Easy Edit Page” kann die Steuerung komplexerer Klangsynthese -Vorgänge zudem vereinfacht gehandhabt werden. 960 spielfertige Preset-Sounds sowie Multi-Effekt-Racks, Morphing-Sounds und Arpeggio-Presets erweitern das Einsatz-Spektrum.
Reaktor 5 ist ein modulares Synthese- und Sampling-Studio zum Konstruieren von Instrumenten und mit einer Library mit mehr als 50 Synthesizern, Sample-Transformern, Drum-Maschinen, Effekten und Spezial-Tools ausgestattet. Ist FM8 die “Plug-and-play”-Variante, so ist Reaktor die Kreativ-Werkstatt. Der Möglichkeit, eigene Klangsynthese-Konzepte aufzustellen, ist durch die modulare Architektur so gut wie keine Grenze gesetzt – Simuliert werden können vgl. einfache analoge Synthesizer bis hin zu großen, hochkomplexen modularen Systemen – von FM-Synthesizern über Sample-und Loop-Player bis hin zu exotischen Klangerzeugungsarten wie etwa Delay-Resonanz oder Granular-Synthese. Aber auch eine Sammlung von Instrumenten- und Effekt-Presets ist anbei. In der REAKTOR User Library stehen zudem mittlerweile fast 2000 von REAKTOR-Usern erstellte Instrumente zum freien Download bereit.
Seit September für ca. 480 € im Handel erhältlich – KOMPLETE 6




































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