Kurznews – DJ-Musikprogramme und das Apple iPad
Kaum ist das iPad auf dem hiesigen Markt erhältlich (offizieller Verkaufsbeginn in Deutschland am 28. Mai 2010), schon zeigen sich die ersten Anzeichen, das innovative Tool auch für den interessantesten Bereich im diesseitigen Leben zu verwenden: für die Musikproduktion bzw. für den Musik-Performance-Bereich des DJs.
Looptastic HD 1.2
Unter diesem Namen verbirgt sich eine App für das iPad, die simpel aber verspielt und trotz allem mit den notwendigen Basic-Features für die Integration in die Heimstudio-Peripherie des DJs daherkommt: So ist laut Hersteller die Datenübertragung (natürlich per wlan) garantiert (AIFF, WAV und Ogg) und auch der Export soll über 16-bit Stereo (AIFF) unterstützt werden. Das ist schon einmal das wichtigste, erinnert sich man daran, dass immer noch nicht alle iPhone-Apps allein das garantieren…
Grundkonzept der App, die es bereits für das iPhone und den iPod Touch gibt, ist so einfach wie möglich ein Loop-Set zu laden (und die Loop-Icons auf eine der drei Mixer-Zonen ziehen). Multitouch machts möglich – man kann bis zu fünf Loops gleichzeitig “anfassen”. „Zieht“ man die Loops vertikal, kontrolliert man die Lautstärke. Ein DJ-Crossfader kontrolliert die Balance zwischen den linken und rechten Zonen für Breakdowns, Transformationen, und Live-Soundwechsel. Die Loops in der mittleren Zone spielen immer durch, um die Performance im Fluss zu halten. Neue Sounds lassen sich, ohne die Musik anhalten zu müssen, laden und in Echtzeit mit 12 Performance Effekten versehen und dem Scratch Strip bearbeiten.
Das sieht dann simuliert (ohne das Nutzen von Multitouch) so aus.
Features sind zudem seit der neuen Version:
- Eine Performance Tempo Control 1. per Tap Tempo, 2. per Tempo Nudge Schalter (manuelle Tempo-Justierung) und 3. per Direct Tempo Input (direkte Eingabe des Tempos (40-250 BPM).
- Ein Reverse Playback, das den gerade aktivierten Loop unmittelbar rückwärts laufen lässt.
- Sampleslicing in Echtzeit ist perfekt für Glitches und Build-Ups.
- Wieder einmal mit dem omnipräsenten Jordan Rudess wurde ein X-Y Effektpad mit drei Rhythmischen Effekten eingebaut.
Alte Features in der Übersicht:
- Widescreen Format
- Laden von max. 32 Stereoloops (max. 26 Loops auf einmal zusammen mischen)
- Gratis In-App Download von 900 Audioloops aus verschiedensten Genres
- 12 Echtzeit Effekte mit X-Y Pad-Control (z.B. Bit Crusher, Filter, Flanger, etc. – auch kombinierbar)
- Automatisches Timestretching
- Dreizonenmixer mit Crossfader
- Audioimport vom Computer via W-LAN (AIFF, WAV und Ogg format).
- Audioimport aus kompatiblen Apps via Sonoma WireWorks AudioPaste.
- Live-Sampling durch das iPad Mikrofon (oder externe Hardware) um neue Loops herzustellen.
- Aufnehmen und Exportieren von Performances via W-LAN zum Mac oder PC als 16-bit Stereo AIFF Dateien.
Schon jetzt online im iTunes-App-Store für ca. 12 € erhältlich – Looptastic HD (oder direkt in iTunes)
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Gibt es also schon die ersten Apps, die direkt für das iPad entwickelt wurden, so gibt es natürlich auch Wege und Möglichkeiten, die eigene Musikproduktions-Software auf dem iPad zur Anwendung zu bringen, oder zumindest als Remote für die Live-Performance zu benutzen. Ein interessantes englischsprachiges Video dazu hier. Es zeigt, wie man das iPad als Controller für Ableton Live einrichtet:
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Es zeichnet sich also jetzt schon ab, dass in Zukunft der große Bruder des iPhones die Schnittstelle zwischen Spielzeug und Controller neu definieren und vielleicht auch auf ein neues Niveau heben wird: Vielleicht ergeben sich ja im Zuge dessen auch wirklich neue Controller- bzw. Performance-Konzepte, welche die Möglichkeiten des iPads voll ausreizen und “nicht nur” alte, bereits vorhandene Konzepte übertragen…































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